Hi, ich bin Denis, Inhaber von DS FIT. Als Junge habe ich meinen Traum vom eigenen Studio nie laut ausgesprochen. Heute lebe ich ihn. Hier ist meine Geschichte, so kurz oder so ausführlich, wie ihr sie lesen möchtet.
„In meinem Kopf existierte dieses Studio lange, bevor es tatsächlich existierte.“
Tippt auf ein Kapitel, um es zu öffnen.
Wenn ich heute durch unsere Studios gehe, muss ich manchmal selbst darüber nachdenken, wie das alles angefangen hat.
Ich bin in einem kleinen Dorf in Kasachstan aufgewachsen, 1.500 Einwohner. Dort lebten Menschen aus vielen verschiedenen Nationalitäten Tür an Tür, und sie kamen wunderbar miteinander aus. Von jedem habe ich etwas mitgenommen: das Essen, die Bräuche, die Art zu leben. In meinem Pass steht Deutsch, und die Wurzeln meiner Familie liegen tatsächlich hier. Aber wenn mich jemand nach meiner Nationalität fragt, antworte ich am liebsten: Mensch.
Pferde, Kühe und Schweine gehörten genauso zu meiner Kindheit wie der Sport. Karate, Ringen, alles, was mit Bewegung zu tun hatte, war meins. Im Sportunterricht hatte ich immer eine Fünf, in Kasachstan die Bestnote.
Mit dem Rest der Schule konnte ich mich nie richtig anfreunden. Warum sollte ein Junge aus einem kasachischen Dorf auswendig lernen, wie das Capybara im Amazonas lebt, oder sich mit binomischen Formeln herumschlagen, die er im Alltag nie wieder braucht? Was mich nicht gepackt hat, habe ich halbherzig gemacht. Was mich gepackt hat, habe ich regelrecht aufgesogen: Computer, Elektronik, Basteln. Dieses Prinzip begleitet mich bis heute. Wenn mich etwas begeistert, will ich es verstehen und besser machen.
Nur beim Fußball reichte Begeisterung allein nicht. Ich wollte immer da sein, wo der Ball war: hinten, vorne, überall gleichzeitig. Dass jeder Spieler eine feste Position hat, fand ich unnötig. Meine Mannschaft sah das verständlicherweise anders.
Als ich zehn war, starb meine Mutter an Krebs. Mein Vater musste arbeiten und war beruflich viel unterwegs. Also lag vieles bei meiner Schwester und mir. Sie kümmerte sich um den Haushalt, ich um die Tiere: morgens, mittags und abends füttern, ausmisten, nach dem Rechten sehen. Für einen Zehnjährigen war das keine Ausnahme, das war Alltag. Wir sind früh selbstständig geworden, weil es gar nicht anders ging.
Mein Vater war trotzdem mein größtes Vorbild: sportlich, diszipliniert, nie eine Zigarette, nie Alkohol. Damals habe ich das kaum bewusst wahrgenommen. Heute weiß ich, wie sehr mich diese Jahre geprägt haben. Vielleicht kommt daher mein Drang, Dinge selbst in die Hand zu nehmen.
1999 kam ich mit 14 zusammen mit meinem Vater und meiner Schwester nach Deutschland. Für viele wäre das eine Auswanderung gewesen, für uns war es eher eine Rückkehr zu den Wurzeln unserer Familie. Neue Umgebung, ständig neue Schulen und vor allem eine neue Sprache. Mein Abschluss war entsprechend nicht beeindruckend. Trotzdem bekam ich eine Ausbildung als Metallbauer und arbeitete danach in der Industrie im Schichtdienst.
Aber der Sport blieb. Ein Kumpel nahm mich mit in eine kleine Muckibude, und ich habe mich dort sofort zu Hause gefühlt. Später kam Boxen dazu.
Irgendwann wollte ich nicht mehr nur trainieren. Ich wollte verstehen, warum der Körper so funktioniert, wie er funktioniert. Ich machte Praktika in Studios, arbeitete teilweise kostenlos, leitete Kurse und verbesserte dabei mein Deutsch. Dann kamen die ersten Fragen: „Kannst du mir einen Trainingsplan machen?“ Aus der Leidenschaft wurde ein Job, zuerst als Minijobber, dann mit C-, B- und A-Lizenz und weiteren Spezialisierungen.
Dabei entdeckte ich, was mir wichtiger war als mein eigenes Training: anderen zu helfen. Wenn jemand stärker wurde, weniger Schmerzen hatte oder sich wieder wohl in seinem Körper fühlte, bedeutete mir das mehr als jeder eigene Fortschritt.
Mitte zwanzig kam mir zum ersten Mal ein Gedanke, den ich kaum laut aussprechen wollte: Vielleicht könnte ich eines Tages mein eigenes Studio haben.
An freien Wochenenden fuhr ich an leerstehenden Hallen vorbei, schaute durch die Fenster und stellte mir vor, wo die Geräte stehen würden, wo die Theke wäre, wie Menschen dort trainieren.
Als ich meiner Familie von meinem Traum erzählte, war die Begeisterung überschaubar. Und ehrlich gesagt kann ich das heute gut nachvollziehen. Ein Junge aus dem Dorf, ohne Eigenkapital, mit einem bescheidenen Schulzeugnis und starkem Akzent, will ein großes Fitnessstudio eröffnen? Das klang eher verrückt.
Es gibt viele Geschichten von Menschen, die immer wieder angetreten sind, obwohl der große Erfolg auf sich warten ließ. James Dyson entwickelte über 5.000 Prototypen für seinen Staubsauger. Michael Jordan schaffte es zunächst nicht in die erste Schulmannschaft. Ronnie Coleman wurde beim Mr. Olympia noch Neunter, bevor er im darauffolgenden Jahr seinen ersten Titel holte, und danach sieben weitere in Folge.
Ich will mich auf keinen Fall mit diesen Größen vergleichen. Aber ich kann meine eigene Geschichte erzählen: Ich fragte Immobilien an, sprach mit Banken, schrieb Konzepte und bekam Absagen. Immer wieder. Bei mir dauerte es mehr als zehn Jahre, bis es klappte.
Wenn ich heute „mehr als zehn Jahre“ sage, ist das ein kurzer Satz. Damals musste ich diese Jahre erst einmal durchleben, ohne zu wissen, ob es am Ende funktionieren würde. Vielleicht macht meine Geschichte jemandem Mut, der gerade an diesem Punkt steht. Denn nach einer Absage sieht man oft nur die verschlossene Tür. Ob sich später eine andere öffnet, weiß man in diesem Moment noch nicht.
„Eine Absage bedeutet nicht Nein. Manchmal bedeutet sie einfach: noch nicht.“
Bis mir eines Tages ein Banker wirklich zuhörte. Er war selbst Sportler, stellte kritische Fragen und sagte sinngemäß: Die Idee ist gut, aber wir müssen daran arbeiten. Für andere ein normales Gespräch, für mich nach all den Jahren die erste echte Bestätigung.
Über diese Jahre kann ich nicht sprechen, ohne über Lana zu sprechen.
Mit einem Mann zu leben, der eine große Vision hat, ist nicht einfach. Noch schwerer ist es, wenn diese Vision immer wieder scheitert. Ich kam von Bankterminen nach Hause, und wieder war es ein Nein. Ich steckte Zeit, Kraft und Gedanken in einen Traum, von dem niemand wusste, ob er je wahr wird. Es wäre leicht gewesen zu sagen: Lass es doch endlich sein. Lana hat das nie gesagt.
Stattdessen hat sie mich aufgefangen, wenn ich enttäuscht war. Sie hat mich getröstet, wenn ich einen Hänger hatte, und mich wieder aufgebaut, wenn ich selbst nicht mehr sicher war. Ihr Satz war immer derselbe: „Deine Zeit kommt noch.“ Sie war der einzige Mensch, der daran nie gezweifelt hat.
Und als es dann so weit war, stand sie nicht nur hinter mir, sondern neben mir: auf der Baustelle in Netphen, beim Aufbau, bei allem, was dazugehörte. Bis heute hält sie unsere Familie und unser Zuhause zusammen. Ohne sie wäre nichts von dem, was wir aufgebaut haben, möglich gewesen.
„Wenn wenigstens ein Mensch wirklich an dich glaubt, kannst du Berge versetzen.“
Für mich war dieser Mensch immer Lana.
Am 1. November 2019 eröffneten wir DS FIT in Netphen. Einen großen Teil haben wir selbst gebaut: mein Vater, Freunde, Lana und ich. Vieles entstand mit unseren eigenen Händen.
Wenige Monate später kam Corona, und unser neues Studio musste schließen, insgesamt über acht Monate lang. Natürlich war das ein Rückschlag. Aber Rückschläge kannte ich inzwischen. Also machten wir weiter, lösten Probleme selbst und blieben fair gegenüber Mitgliedern, Mitarbeitern und Partnern.
Genau das haben auch die Banken gesehen. Als ein Studio in Kreuztal die Pandemie nicht überstand, hieß es: Wer sich in schweren Zeiten so verhält, verdient eine Chance. Am 1. November 2021 eröffneten wir DS FIT Kreuztal. Kleiner, 900 m², aber mit einer ganz eigenen, warmen Atmosphäre.
Auch in Kreuztal haben uns die Mitglieder schnell aufgenommen. Dabei habe ich mich lange für meinen Akzent geschämt. Heute weiß ich: Den Menschen ist egal, ob du perfekt sprichst. Sie merken, ob du es ehrlich meinst und ob du etwas mit Herz machst.
2023 haben wir Netphen um einen weiteren Trainingsbereich erweitert. Manche fragen mich inzwischen: „Wann willst du endlich mal Geld verdienen, statt ständig zu investieren? Es gibt Studios, die seit über zehn Jahren keinen Cent mehr in ihre Räume gesteckt haben, und du baust jedes Jahr wieder um.“ Meine Antwort ist immer dieselbe: Ich liebe und lebe, was ich mache. Jeder Euro, den ich in unsere Studios investiere, ist für mich eine Freude, weil ich sehe, wie wir dadurch Jahr für Jahr besser und stärker werden.
2026 beginnt das nächste Kapitel. Direkt gegenüber unserem bisherigen Studio in Kreuztal haben wir eine neue Immobilie gekauft. Dort entsteht auf rund 2.500 m² ein komplett neues DS FIT, die Eröffnung ist für Ende November geplant.
Ich baue nicht, um jemandem etwas zu beweisen. Mich begeistert der Moment, in dem aus einer leeren Fläche ein Ort wird. Erst existiert er nur in meinem Kopf, dann kommen Wände, Licht und Trainingsflächen, und irgendwann kommen Menschen hinein. Sie trainieren, lachen, lernen sich kennen und tun etwas für ihre Gesundheit.
Wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, habe ich vor allem eines gelernt: Allein kann man einiges aufbauen. Aber wirklich Großes entsteht erst mit den richtigen Menschen an der Seite.
Mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mitdenken, statt nur Aufgaben abzuarbeiten. Mit Trainerinnen und Trainern, die für unsere Mitglieder da sind. Mit Handwerkern, die nicht einfach ihren Auftrag erledigen, sondern mitfiebern, wenn aus einer leeren Halle ein Studio wird. Und mit Partnern, auf die man sich verlassen kann.
Wenn du einer dieser Menschen bist und das hier liest: Du bist gemeint. Danke.
Vielleicht ist meine größte Stärke gar nicht das Training oder das Bauen. Vielleicht ist es, die richtigen Menschen zusammenzubringen. Ich bin dankbar, dass mir das Leben immer wieder solche Menschen an die Seite gestellt hat: Menschen, die gerne geben, sich einbringen und spüren, dass ihr Beitrag zählt. Mein Teil ist es, fair zu bleiben und jedem das Gefühl zu geben, dass er gebraucht wird.
„DS FIT ist nicht mein Studio. Es ist unser Studio.“
Lana und ich haben vier Kinder. Wir leben bodenständig und sind vor allem eines: dankbar. Aus dem verrückten Traum eines Jungen aus einem kleinen Dorf ist mein Leben geworden.
Meine Mission ist einfach: Ich möchte Orte schaffen, die Menschen Energie geben. Genau dieses Gefühl hat mir der Sport mein ganzes Leben lang gegeben. Heute darf ich es weitergeben.
Und ich bin noch lange nicht fertig.
Euer Denis
Lernt uns persönlich kennen
Die beste Art, DS FIT zu verstehen, ist, einmal bei uns zu trainieren.
Probetraining buchenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von Turnstile laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen